Schnellschach at it´s best
(Heinrich Karl Schmitz berichtet)

Nach den positiven Eindrücken aus dem Vorjahr hätten wir alle gern eine größere Equipe zum 15. Echternacher Open (14. + 15. Juni 2008) nach Luxemburg geschickt, aber Krankheiten und Urlaubssperren kamen uns in die Quere. Vier Spieler und ein Fan fanden aber trotzdem den Weg in die Ardennen.

Da Petrus es mit uns nicht gut meinte (es was recht nass) mussten wir auf touristische Aktivitäten weitgehend verzichten und konnten uns umso intensiver dem schachlichen Geschehen widmen. Insgesamt 310 Spieler und Spielerinnen (davon 34 Titelträger -Großmeister und Internationale Meister) waren nach Echternach gekommen, um im Nerven fressenden 45-Minuten-Schnellschach ihre Besten zu ermitteln. Die vorderen Plätze:

1.Gurevich, Mikhail (GM, Elo 2611)
2.Landa, Konstantin (GM, Elo 2633)
3.Fridman, Daniel (GM, Elo 2640)

GM Gurevich als Seriensieger ist nicht der einzige, der vom Charme Luxemburgs bezaubert ist, auch wir waren wieder restlos begeistert. Das Ambiente in den hohen Räumen des ehemaligen Klosters, heute ein Lyzeum, ist beeindruckend. Die herzliche Aufnahme durch die Organisatoren, das vielfältige Angebot an Speisen und Getränken und eine Organisation, die wie am Schnürchen klappte, tuen ein Übriges, um Lust auf ein nächstes Mal zu machen.

Die vorzüglichen Spielbedingungen wirkten sich sehr unterschiedlich auf das Abschneiden der Welperaner aus. Dieter Wallhof, der in letzter Zeit mit mancher guten Platzierung glänzte, hatte seine besten Momente gegen gute Gegner, gegen (vermeintlich) schwächere fehlte aber oft die letzte Konzentration. 4,5 Punkte (50 %) war seine Ausbeute, mit der er nicht ganz zufrieden sein konnte. Beim Verfasser lief es besser. Am Abend des ersten Tages hieß es 2 : 3 Punkte. GM Berelovich war einfach übermächtig, dazu kamen 2 Patzer gegen schlagbare Gegner. Am Sonntag dann war ihm das Losglück hold und er gewann viermal in Folge, zuletzt gegen einen Spieler mit über 2200 ELO. Das Resultat: 6 Punkte aus 9 Runden, der 58. Platz und eine Ratingpreis als viertbester Senior +55 sorgten für Zufriedenheit. Karl Niebaum (4 P.) und Ulrich Därmann (3,5 P.) hatten auch ihren Spaß, aber sie konnten das schon des Öfteren viel besser.

Ein gelungener Ausflug, bei dem man nicht nur wertvolle Erfahrungen sammelt, sondern auch den kameradschaftliche Zusammenhalt kräftigt. So etwas kann nicht oft genug unternehmen.